Mai/10
2010

Erdung von Satellitenanlagen

Wie erde ich meine Satellitenanlage richtig und muss ich sie überhaupt erden? Hierzu die VDE0855.

HausKeine Erdung benötigen Antennen,die innerhalb eines Gebäudes angebracht sind, oder aber außerhalb eines Gebäudes im geschützten Bereich liegen. Obwohl normativ nicht gefordert, wird selbst im geschützten Bereich lt. VDE 0855-1 eine Erdung empfohlen. Im geschützten Bereich befindet sich eine Antenne, wenn die äußersten Kanten mindestens 2 m von allen Dach- und Gebäudekanten entfernt sind, und das äußerste Ende z.B. des LNB nicht weiter als 1,5 m von der Hauswand weg ist. Eine Dachkante kann die Dachrinne längs eines Satteldaches, die kurze Dachrinne oben am Krüppelwalmdach, aber auch die Dachhautkante eines Flachdaches ohne eine Dachrinne und das Firstende an den Giebeln eines Hauses sein. Wenn man bequem vom Balkon aus eine Sat.-Anlage installieren möchte, muss darauf geachtet werden, dass die mehr oder weniger steil geneigten Dachkanten rechts und links an den Giebelseiten eines Satteldachhauses auch mindestens 2 m entfernt sind. Der Abstand von 2 m sollte, obwohl nach Norm nicht gefordert, sogar von senkrechten Gebäudekanten eingehalten werden, da Blitze bei höheren Gebäuden (>60 m) auch seitlich wirksam werden könnten. Die genannten Maße ergeben sich aus der Annahme, dass sich bei üblichen Gebäudehöhen von den Gebäudekanten ausgehend ein Schutzwinkel von ca. 45 Grad bei 20 m Höhe (SK III) ergibt, unter dem die angebrachten Anlagenteile vor direktem Blitzeinschlag sicher sind.

ErdungsblockKomponenten (z.B. dem angeschlossenen TV Gerät, Receiver, Multischalter, dem BK-Verstärker usw.) ist immer erforderlich, und soll z.B. mittels PA-Blöcken in F-Technik (Abb.) dafür sorgen, dass Potentialunterschiede zwischen metallenen Komponenten oder sonstigen fremden leitfähigen Teilen durch Spannungsverschleppungen von spannungsführenden Teilen einer elektrischen

Anlage (z.B. des defekten TV-Gerätes oder Receivers, deren Fehler beim VDE-Test nicht erkannt wurden) vermieden werden. Durch Isolations- oder sonstige Fehler, über Rohre, Abschirmmäntel von Koaxialkabeln oder sonstige metallenen Verbindungen übertragene Spannungen gegenüber einem anderen Potential sollen vermieden werden. Durch Verbindung von Heizungs-, Wasser- und sonstigen Installationsrohren untereinander mit 6-25 mm² Kupferdraht (je nach Querschnitt der Schutzleiter), und dem weiteren Anschluss der Koaxialkabelabschirmungen, der Verstärker, Multischalter, Verteiler, sonstiger Geräte und des Antennenstandrohres mit min. 4 mm² Kupferdraht (gelb-grün) an die dafür vorgesehenen PA-Schraubverbindungen und PA-Schienen, werden diese Potentialdifferenzen verhindert, da ja somit alle PA-Leitungen im Hausanschlussraum zentral mit der Haupterdungsschiene (HES) eines Gebäudes verbunden sind.

Ein komplettes Datenblatt finden Sie unter diesem Link: KLICK

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